Noten von: Niedermeyer, Louis

Von seinem Vater zur Musik gebracht, studierte Niedermeyer in Wien Klavier bei Ignaz Moscheles und Komposition bei Emanuel Aloys Förster. Weitere Lehrer waren Vincenzo Fioravanti 1819 in Rom und Nicola Antonio Zingarelli in Neapel. Während seines Aufenthaltes in Rom lernte er Gioachino Rossini kennen, der ihn bei der Produktion einiger seiner Opern unterstützte. 1820 wurde Niedermeyers erste Oper Il reo per amore in Neapel mit etwas Erfolg uraufgeführt. Die nächsten drei Jahre verbrachte er als Musiklehrer in Genf, im Jahre 1823 begab er sich wie Rossini nach Paris, wo er in den nächsten Jahren vier weitere Opern schrieb, deren Erfolg jedoch sehr begrenzt war. Deshalb widmete er sich vermehrt der Kirchenmusik. Im Oktober 1853 reorganisierte er die von Alexandre-Étienne Choron gegründete Musikschule und benannte sie in L'École Niedermeyer um. Zu seinen Schülern gehörten Gabriel Fauré, André Messager und Camille Saint-Saëns. 1861 verstarb er in Paris. Seine Schule existiert auch heute noch und viele seiner Kirchenlieder werden noch immer gespielt. Rossini setzte seinem Freund Niedermeyer ein Denkmal, indem er das Et incarnatus est aus dessen Messe solennelle (uraufgeführt am Cäcilienfest 1849) wörtlich im Christe eleison seiner Petite Messe solennelle von 1863 zitiert.


Quelle: Wikipedia (03.08.2014)